Kurzvergleich Nomad IIc gegen Intel PocketConcert

Das sind sie also, die beiden Player die kurz vor Ende des Jahres 2001 um die Gunst der Käufer buhlen. Beide wurden vor dem Weihnachtsgeschäft kräftig im Preis gesenkt. Den Intel bekommt man um die 450,-DM, den Creative um die 270,-DM

Grundsätzlich haben beide einen guten Klang. Die Unterschiede liegen hier wirklich in wenigen Details. Zunächst mal möchte ich klarstellen, dass beide Geräte eine sehr gute Anschaffung darstellen. Nie vorher ist es mir so schwer gefallen, zwischen zwei Geräten einen klaren Favoriten zu identifizieren.

Was für beide Geräte spricht: Beide klingen sehr gut. Der Intel einen Tick besser (alle Tests mit Koss Porta Pro Kopfhörer). Beide arbeiten auch problemlos mit NiMH Akkus zusammen. Beide haben einen mechanischen Lock Schalter, ganz wichtig wenn man das Gerät wirklich oft im portablen Einsatz hat. Hier punktet der Intel zum ersten Mal gegen den Creative. Man kann trotz Lock Switch den Lautstärke Switch noch bedienen. Ein sehr sinnvolles Feature.

In Größe und Gewicht nehmen sich die beiden nicht viel. 122 v. 128 Gramm sind zu vernachlässigen (der Intel ist der schwerere).

Beim Gehäuse kommt der nächste Pluspunkt für den Intel. Das sehr rundliche Gehäuse aus gebürstetem Aluminium macht einen sehr soliden Eindrucj und das Gerät ist obendrein noch ein echter Handschmeichler.

Das Gehäuse des Creative ist zwar aus Plastik. macht aber auch einen soliden und gut verarbeiteten Eindruck.

Die Displays sind beide recht kontratsreich und haben eine Hintergrundbeleuchtung. Beim Intel in blau, beim Creative in grün.6

Beide haben eine upgradefähige Firmware. Es gibt auch zu beiden Playern schon Firmware Upgrades die man auch installieren sollte. Nur mit dem Upgrade ist der Creative in der Lage auch 128 MB Speicherchips zu verarbeiten.

Hier liegt auch ein klarer Pluspunkt für den Creative. Er kann zum (recht mageren) 32 MB grossen internen Speicher mit Smart Media Karten aufgerüstet werden. Der maximal mögliche Speicherausbau liegt damit bei 160 MB.

Was ebenfalls beide Player beherrschen ist ein echtes, d.h. sekundengenaues Resume. Beim Intel muss man dafür allerdings von Hand ein Bookmark setzen. Der Creative setzt einfach nach dem Wiedereinschalte sekundengenau wieder auf.

Beide Player haben ein echtes Goodie zu bieten. Der Intel hat ein eingebautes FM Radio. Der Creative hat einMikrofon und zeichnet damit sehr platzsparend Gespräche auf. Dabei wird ein proprietäres Encodierformat verwendet das man nur über die mitgelieferte Desktopsoftware in ein allgemein zugängliches Format umwandeln kann.

Das Radio des Intel dagegen ist mehr ein Gimmick, da es einen schlechten Empfang hat und nicht der sonstigen Qualität der Hard und Software entspricht.Zur Batterielaufzeit beider Geräte kann ich leider noch nicht viel sagen, da ich den Creative erst seit kurzem habe. Der Intel läuft > 6 h mit einem Satz NiMH Akkus.

Beide Geräte haben auf der Rückseite einen ganz praktischen Gürtelclip. Damit sind sie grundsätzlich mal gut für sportliche Aktivitäten geeignet. Der Clip des Creative macht einen stabileren Eindruck, der des Intel sieht schicker aus.

Für den Intel gibt es (leider nur in den USA) eine Ladestation die ev. eingelegte Akkus mit Strom versorgt und gleichzeitig als Docking Station dient. Ich habe vergleichbares bisher nur beim Creative D.A.P. II MG gesehen. Das ist der größere Bruder des Creative II mit Magnesiumghäuse. Eine tolle Sache, Leider verkauft Intel dieses absolut sinnvolle Zubehör nicht in Europa.

Also wie man es dreht und wendet. Beide Player haben Ihre Vorteile. Der Intel kommt von Anfang an mit einem üppigen Speicherausbau von 128 MB. Dafür ist er aber auch nicht weiter aufrüstbar. Der Creative hat zwar nur magere 32 MB (plus eine etwas zweifelhafte 32 MM SmartMedia Karte), ist aber mit einer relativ preiswerten 128 MB SM Karte auf160 MB aufrüstbar. Wenn in Zukunft größere SM Karten verfügbar sind (256 MB ?) sollte es kein Problem sein einen entsprechenden Support in die flashbare Firmware zu integrieren. Ob Creative das macht steht natürlich in den Sternen.

Ach ja, eins hätte ich fast vergessen. Zum Intel Player gehört eine vollwertige Lizenz von MusicMatch Jukebox. Das ist eine ausgezeichnete MP3 Encodiersoftware die bis auf MP3 Schnitt so ziemlich alles beherscht was ein echter MP3 Fan so braucht (Encoding in allen Bitraten / komfortables ID3 Tagging / Musik CDs aus MP3 Files brennen / Bitratenkonvertierung).

Viel Spass bei der Kaufentscheidung wünscht

Heimi

 

Bezugsquelle für beide Player: www.cyberport.de (Ihr findet wahrscheinlich irgendwo einen besseren Preis, aber nicht mit dem ausgezeichneten Kundenservice von Cyberport)