Von Köln nach Vada (Womo 2009 / 01)

Nun ist Sie also gestartet. Unsere erste Reise in einem Wohnmobil. Nachdem wir uns in 2009 lange nicht entscheiden konnten was wir im Urlaub so machen, haben wir uns dann endlich entschlossen mal einen Wohnmobil Urlaub auszuprobieren.
Also wurde kurzerhand bei der Freizeit AG ein La Strada Avanti L gemietet (79 EUR pro Tag) und ab ging es in den Süden.


Hier sieht man Angelika am Steuer auf der Hinfahrt am 13.09.2009.

Das bepacken des Wohnmobils hatten wir und irgendwie auch einfacher vorgestellt. Nachdem wir den Wagen am Samstag gegen mittag abgeholt hatten, ging es los mit der Beladung. Aber das stellt man sich einfacher vor als es dann letztlich ist. Man hat ja so unglaublich viel Platz. Da fallen einem dann immer mehr Sachen ein, die man sicherheitshalber doch noch mitnehmen will. Auf jeden Fall sind wir dann letztlich erst am Sonntag morgen losgekommen.


Die erste Etappe der Reise ging dann erstmal nur bis in die Schweiz, genauer gesagt zum Rheinfall bei Schaffhausen. Wir fanden gleich einen guten Wohnmobil Stellplatz in der Nähe des Rheinfalls den wir Nachts rauschen hören konnten.
Der erste Abend in unserem rollendem Hotel war dann auch ganz gemütlich. Nach einer Brotzeit haben wir einen ruhigen Abend bei einer leckeren Flasche Rotwein im Wagen verbracht. Es wird ja im September schon relativ früh dunkel und kühl.

Am nächsten Tag haben wir dann unsere Fahrräder vom Wagen geholt und sind am Rhein entlang bis Stein am Rhein geradelt. Leider war das Wetter an diesem Tag schon etwas durchwachsen. Der Radweg in Richtung Bodensee führt nur teilweise am Rhein entlang. Oft muss man relativ weit ins Landesinnere ausweichen und auch relativ steile Anstiege bewältigen.


Stein am Rhein ist die Stelle, wo der Rhein den Bodensee verlässt. Ein sehr schönes historisches Örtchen mit bunten Fassaden an malerischen Fachwerkhäusern. Da das Wetter aber immer schlechter wurde und gerade ein Schiff in Richtung Schaffhausen ablegte, entschlossen wir uns rasch die Rückfahrt nicht mehr entlang, sondern auf dem Rhein zu machen.
Eine gute Entscheidung, denn schon während der Bootstour fing es dann an zu regen.
Nach einem kurzen Imbiss in Schaffhausen klarte es aber zum Glück wieder auf und wir konnten in der Sonne das letzte Stück am Rhein zurück zum Stellplatz radeln.

Von Schaffhausen aus ging es dann weiter in Richtung Süden. Das Wetter wurde dabei leider immer trübseliger und gipfelte in Schneeschauern als wir den Gotthard Pass (2019m) erreichten. Hier wollten wir zum ersten Mal „wild“ mit dem Wohnmobil übernachten um dann am nächsten Tag weiter in Richtung Comer See zu fahren.

Zum Glück ist am Gotthard ein Herberge die auch geöffnet hatte. So bekamen wir in der Kälte und dem Schneegestöber wenigstens noch ein warme Mahlzeit serviert. Danach mussten wir uns dann wieder zum Wohnmobil durchkämpfen das wir etwas abseits am Gipfelsee geparkt hatten. Zum Glück hat so ein Wohnmobil eine prima Gasheizung die wir dann in dieser Nacht auch durchgehend eingeschaltet hatten.


Am Dienstag morgen war der Schneefall dann wieder in Regen übergegangen und wir verliessen relativ zügig den unwirtlichen Pass in Richtung Süden. Unser angestrebtes Ziel, der Comer See lag aber auch in Wolken und nach der kalten Nacht war uns beiden jetzt endlich mal nach etwas wärmeren Wetter zumute und so fuhren wir direkt weiter in Richtung Toskana.

Der Empfehlung von Ralf und Andrea folgend, peilten wir den Campingplatz Tri Pesce in Vada an. Das liegt südlich von Livorno an der toskanischen Mittelmeerküste. Eine gute Wahl. Zwar erwischte uns auch hier direkt in der ersten Nacht ein schweres Gewitter, das sich auch bis in den nächsten Tag hineinzog, aber es war relativ warm dabei und wie man dem Regen im Wohnmobil entkommt hatten wir ja mittlerweile gelernt.


Erst am nachmittag des folgenden Tages klarte es auf und wir konnten unsere ersten Stunden am Strand verbringen. Die etruskische Küste ist wirklich sehr schön, es riecht überall mediterran nach Pinien und anderen würzigen Aromen (vor allem nach starken Regenfällen ;-)) und der Sand ist weiss und feinkörnig.

In der zweiten Nacht gab es dann erneut Gewitter und so langsam zweifelten wir an unserer Entscheidung, so spät im Jahr noch einen Campingurlaub zu machen.


Am Freitag war es dann aber trocken und wir konnten das Meer und den schönen Campingplatz nochmal geniessen. Praktischweise hatten wir unseren Gasgrill eingepackt. Da Holzkohlefeuer auf dem Campingplatz verboten waren, waren wir sozusagen perfekt ausgerüstet. So gab es an einem Abend lecken Fisch und am anderen Abend Gambas vom Gasgrill. So schmeckt Italienurlaub am besten…